musiktrends

18.01.2019

Die Musikindustrie hat, mit dem Aufkommen des Streamings in den vergangenen Jahren eine Art Revolution durchgemacht. Die Art und Weise wie Künstler mit Fans und Plattenlabels interagieren hat sich drastisch verändert. Auch dieses Jahr werden weitere Innovationen und Trends auftauchen.

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Streaming-Plattformen haben zwar die einzelnen Tracks einer breiteren Fanbase zugänglich gemacht, sie tun das aber auf Kosten des Künstlers. Zumindest in finanzieller Hinsicht. Das trifft auch auf die Labels zu. Der zunehmenden finanziellen Verzweiflung geschuldet, gehen eben diese noch weniger Risiken ein. Sie investieren ihr Geld in Vorzeige-Künstler, die man bereits kennt und die schon einen Profit erzielen. Sichere Investitionen sozusagen. Die Kehrseite, die sich immer mehr auftut: Aufregende, neue, innovative Acts haben es umso schwerer eine breite Öffentlichkeit zu erreichen und aus ihrer Musik einen Brotjob zu machen.

 

Teilweise getrieben von den fehlenden Einnahmen des Streaming-Markts, haben sich Musiker und Labels in den letzten Jahren mehr auf Live-Auftritten konzentriert: Große Musiker wie Beyonce organisieren ausverkaufte Stadiontouren. Dies wird auch dadurch gefördert dass Musikfans sich immer mehr Zeit für die Live-Musik nehmen. So sind im vergangenen Jahr beispielsweise die Anzahl der Konzert- und Festivalbesuche in Großbritannien um 12% gestiegen.

Der „Musiktourismus“, ein Phänomen bei dem Fans in verschiedene Länder oder Gebiete reisen, um ihre Lieblingskünstler zu sehen, ist ebenfalls auf dem Vormarsch.

Blick in die Zukunft


Während der CD Verkauf weiterhin sinken wird, gibt es Hoffnung auf eine “Renaissance” des Vinyls. Ein Zeichen dafür hat Sony Music gegeben die im letzten Sommer angekündigt habe, dass im Südwesten von Tokio die Herstellung von Schallplatten im Frühjahr 2018 wieder aufgenommen wird, nachdem 1989 die letzten Vinyl-Scheiben vom japanischen Elektronikriesen gepresst wurden. Das war ein Jahr, nachdem Sony mit der Akquisition von Columbia Records in den phonographischen Markt eingestiegen war, um damit der, gemeinsam mit Philips entwickelten Compact Disc (CD), einen Wachstumsschub am Markt zu verpassen. Es ist also eine Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet der Pionier der CD in der Phase ihres sanften Ablebens in die Vorgänger-Technologie investiert, um neue Wachstumspotenziale zu erschließen.

Bayerischer Rundfunk: "Vinyl lebt! Die Schallplatte ist zurück. Und mit ihr das Gefühl für Langsamkeit und das Analoge. Der Schmidt Max hat sich in der Szene umgehört und herausgefunden, warum die Welt für Sammler eine Scheibe ist…"

 


 

 

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